Die K29 ist ein studentisches Wohn-, Kultur- und Kiezprojekt im brandenburgischen Cottbus. Als Wendeprojekt in den Neunzigern aus einer Initiative Studierender heraus, die sich bereiterklärten zu verfallen drohende Häuser in Cottbus wieder bewohnbar zu machen. Im Gegenzug sollte es endlich möglich werden außerhalb der Campuswohnheime wohnen zu können. Bis heute konnten nur wenige der damals bewohnbar gemachten Häuser dem privaten Verkauf entgehen.
Die Karlstraße 29 kämpft nun als das letzte derartige Projekt um ihre gemeinschaftliche und solidarische Lebensweise.
Die K29 hielt bis heut durch und macht – mit ihrem selbstgegründeten Verein karlstraßeneunundzwanzig e.V. – weiterhin Kiezarbeit im schmellwitzer Nordkiez, einem Stadtteil nahe dem Hauptcampus der Universität von Cottbus. So werden Brunches, Infoveranstaltungen, Hofkinoabende oder kleine Konzerte und Liedermacher*innenabende veranstaltet. Meist wird dabei Geld für wichtige gemeinnützige Projekte gesammelt. Jedes Jahr findet das wunderbare Karlstraßenfest statt, weil die Bewohner*innen es mit Hilfe anderer Vereine und Einzelpersonen realisieren. Im Frühjahr 2019 fand eine großartige Livingroom- Gallery – Cottbus in den Räumen der Bewohner*innen statt.

Das vielleicht letzte derartige Wohnprojekt aus dieser Ära der Cottbuser Karlstraße und eines von sehr wenigen großen studentischen Wohnprojekten in Cottbus ist nun an einen berliner Investor verkauft.
Laut Informationen der Presse sind durch die neuen Eigentümer bereits eine Verdoppelung der Miete und umfangreiche Sanierungen und Modernisierungen angekündigt, die das Haus für den Verein und seine Bewohner*innen unbezahlbar machen.
Dem Projekt droht damit das Aus!
Wir alle haben die K29 und ihre Menschen kennen und schätzen gelernt. Ohne Projekte wie diesem, verliert Cottbus wieder einen gelebten Gegenentwurf zum rechtskonservativen Mainstream dieser Stadt.
Aber das muss nicht sein!
Hier wollen wir – solidarische Menschen und Freund*innen der K29 über den aktuellen Stand der Situation informieren, aber auch darüber, wie wir helfen können die K29 und ihre Bewohner*innen zu unterstützen.
Die Karlis haben mittlerweile vier Kündigungen durch den berliner Investor erhalten. Über deren Rechtmäßigkeit wird wohl vor Gericht entschieden, es wird also offenbar nun versucht, die Bewohner*innen mit teuren Gerichtsverfahren zu vertreiben.
Spenden für die kommenden gerichtlichen Auseinandersetzungen könnt ihr hier.
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