22.5.21 – Kundgebung
Wir leben in Wohngemeinschaften, WG-Häusern und Hausprojekten rund um die Innenstadt von Cottbus. Wir sind jung und gestalten diese Stadt mit. Wir machen Cottbus bunt, doch unsere gelebte Nachbarschaft ist aktuell so bedroht wie nie!
Gentrifizierung und die Umwandlung von kommunalen Mietwohnungen in Einzeleigentum zerstört unsere seit Jahrzehnten gewachsene Vielfalt. Die letzten unsanierten Altbauten wurden privatisiert und sind jetzt zu Spekulationsobjekten von Investor*innen geworden. Projekte wie die #K29 #K28 #WK51 #DachschadenWG wurden und werden aktuell entmietet.
Für die schnelle Rendite für die Eigentümer werden unsere Gemeinschaften zerstört, deren Wert sich oft nur schwer in Geld ausdrücken lässt. Gerade für junge und engagierte Menschen sind es diese Häuser, die das Leben in Cottbus lebenswert machen und sie auch nach dem Studium oder der Ausbildung in der Stadt halten.
Im Fall der #K29bleibt hat sich die Stadtverordnetenversammlung am 21.06.2019 mit breiter Mehrheit für den Erhalt und eine Vermittlung zwischen Eigentümer und Hausgemeinschaft ausgesprochen, doch die Verwaltung setzt diesen Beschluss nicht um. Im Gegenteil: sie überzieht die Bewohner*innen sogar mit neuen Auflagen und Strafgeldern im Sinne des Eigentümers.
Andere Städte sind hier schon viel weiter: mit dem Vorkaufsrecht, Milieuschutz, Konzeptvergabeverfahren von Immobilien und Grundstücken, festen Ansprechpersonen in der Verwaltung und geförderter Beratung für Wohngemeinschaften wird aktiv die Vielfalt auf dem Wohnungsmarkt gefördert.
Lasst uns zeigen wie bunt und gemeinschaftlich Cottbus immer sein sollte! Dekoriert euch und eure Fahrräder und seid am 22. Mai dabei! Meldet euch gerne, wenn ihr Ideen habt, wie ihr diese oder zukünftige Aktionen noch unterstützen könnt!
Wir fordern von der Kommunalpolitik in Cottbus:
Im Fall der K29:
• Als Umsetzung des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung: Sofort einen runden Tisch mit Eigentümer, Bewohner*innen und Vertreter*innen der Stadtverwaltung und Stadtpolitik einzurichten, der das Ziel verfolgt den Bewohner*innen eine langfristige Perspektive zu sichern.
• Die GWC zu beauftragen, den Eigentümern proaktiv ein Kaufangebot zu einem angemessenen Preis oder ein Tauschangebot für ein gleichwertiges Haus zu machen.
Generell:
• Gemeinschaftliche Wohnformen als schützenswertes Gut für die Stadtgesellschaft anzuerkennen und in der kommunalen Wohnungs- und Stadtplanung zu berücksichtigen und damit zur Vielfalt an Wohnmöglichkeiten in der Stadt beizutragen.
• Die Möglichkeiten zu Nutzen zum Erhalt Gemeinschaftlicher Wohnformen beizutragen und neuen Wohnraum für Gemeinschaftliches Wohnen zur schaffen. Die GWC, die EG-Wohnen oder auch das Studierendenwerk sollen hier mit ins Boot geholt werden.
#K29bleibt
#WK51bleibt
#WirSindGemeinschaft
#HousingActionDay2021
#HAD2021
#WohnungenFürAlle
#KeineRenditeMitDerMiete
#Gentrifizierung
#Mietenwahnsinn